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Münsterland-Studie bringt überraschende Ergebnisse

Überall fehlt Wohnraum

-Elmar Ries- Münster - Der Wohnungsmarkt in Münster ist hart umkämpft, das ist nicht neu. Dass aber auch im Münsterland Wohnraum ein knappes Gut ist, lässt schon aufhorchen. Ob Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte oder Wohnung: Überall in der ­Region besteht ein großer Bedarf. Das sagt das auf Wohnungsmarktforschung spezialisierte Pestel-Institut, das am Montag die Ergebnisse der Studie „Gut Wohnen im Münsterland“ vorgestellt hat. Eine solche Regional-Untersuchung gab es in NRW bisher nicht.

Laut Studie sind im Münsterland seit 2012 jährlich rund 2300 Wohnungen zu wenig gebaut worden, erklärte Matthias Günther vom Hannoveraner Institut. Für ein aus­geglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage müssten in der Stadt Münster und den vier Landkreisen jährlich rund 10 000 Wohnungen neu entstehen.

Das Defizit hat Folgen: Wird nicht zeitnah gegen­gesteuert, verstärkt sich der schon heute akute Fachkräftemangel. „In den nächsten Jahren muss mehr gebaut werden – für die jetzige Bevölkerung und für Fachkräfte von außerhalb, die in den Unternehmen schon jetzt fehlen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Westmünsterland, Heinrich-Georg Krumme.

In der Stadt Münster fehlten laut Studie 2011 rund 1300 Wohnungen, im Jahr 2017 waren es 3000. Ähnlich sieht es im Münsterland aus. Im Kreis Borken gab es 2011 1750 Wohnungen zu wenig, sechs Jahre später waren es 2700. Im Kreis Coesfeld fehlten 2011 rund 800 Wohnungen, 2011 stieg die Zahl auf 1900. Im Kreis Steinfurt gab es 2011 knapp 1000 Wohnungen zu wenig, 2017 waren es bereits 4000, und im Kreis Warendorf stieg das Defizit von 380 im Jahr 2011 auf 2700 sechs Jahre später.

Beim Thema Wohnungsmarkt habe sich die Dis­kussion zumeist auf die ­Metropolen konzentriert, erklärte Günther. Das sei falsch ­gewesen. „Dynamische Re­gionen brauchen vielmehr ei­nen dynamischen Wohnungsbau“, betonte der ­Sprecher der Landräte, Olaf Gericke aus Warendorf.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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