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Pendler: Immer mehr Menschen nehmen weite Wege in Kauf

Zwanzig Millionen Menschen pendeln in Deutschland täglich zur Arbeit, meldete jüngst das Prognos-Institut. „Die Ursachen sind klar“, erläutert Achim Friedrich, Geschäftsführer der Sparkassen Immobilien GmbH: In der Stadt ist das Wohnen inzwischen für viele zu teuer geworden.

Im Umland wohnt man günstiger, allerdings entstehen höhere Kosten für die Mobilität. Nordrhein-Westfalen gilt als Hochburg der Pendler, mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen pendeln über die Grenzen ihrer Stadt oder Gemeinde. Münster nimmt durch seine entschlossene Förderung des Fahrradverkehrs eine Sonderstellung ein und wurde in der Kategorie „Pendler“ sogar ausgezeichnet. In anderen Regionen verteilt sich der Pendlerverkehr anders. Die meisten Pendler hat München, gefolgt von Frankfurt am Main und Berlin, wo die Zahl der Pendler seit dem Jahr 2000 um 53 Prozent gestiegen ist.

Die moderne Straßen- und Schieneninfrastruktur erlaubt es, dass immer mehr Menschen auf immer längeren Wegen unterwegs sind. Die Zeit, die Menschen für das Pendeln aufwenden, beträgt seit Jahrhunderten nicht mehr als 90 Minuten am Tag für den Weg zur Arbeit. Dank moderner Technologien werden die Distanzen aber immer größer. Zu Fuß wurden früher rund vier bis fünf Kilometer bis zur Arbeit zurückgelegt, heute schafft man in der gleichen Zeit 60 bis 80 Kilometer. Überfüllte Bahnen und Staus auf den Straßen sind die Folgen und verursachen Stress. Welche Vor- und Nachteile mit dem Pendeln verbunden sind, hängt von den persönlichen Lebensbedingungen ab. Die höheren Wohnkosten in den Städten relativieren sich, wenn ein günstiger öffentlicher Personennahverkehr zur Verfügung steht. Im Idealfall kann man ganz auf das eigene Auto verzichten und Carsharing- oder Mietwagen-Angebote nutzen. „Außerhalb der Stadt locken dagegen günstigere Wohnkosten und damit verbunden größere Wohnungen sowie eine grüne und kinderfreundliche Umgebung“, ergänzt Achim Friedrich.

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