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Münster wächst bis 2025 auf über 321 000 Einwohner

Weitere Prognosen rechnen mit noch stärkerem Zugewinn

Wegen der geplanten Bebauung der ehemaligen York-Kaserne - hier ein Bild der Bürgeranhörung - soll Gremmendorf stark wachsen. Foto: Oliver Werner

-Klaus Baumeister- Münster - Die Stadtverwaltung hat eine neue Bevölkerungsprognose erstellt und geht in der Modellrechnung davon aus, dass Münster bis Ende 2025 auf 321608 Einwohner wächst. Das wären 5,4 Prozent mehr als zum Stichtag 31. Dezember 2015, als in Münster 305 235 Einwohner gezählt wurden.

Die Berechnung basiert auf Faktoren, die veränderbar sind: erhöhte Geburtenrate, leicht steigende Lebenserwartung, weiterhin Zuzug aufgrund des guten Arbeitsplatzangebotes, kontinuierliche Baulandausweisung und Wohnbautätigkeit.

Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise 2015 haben die Statistiker durchgerechnet, wie die Bevölkerungsentwicklung bei einem weiteren, starken Zuzug von Flüchtlingen aussähe. Sie kommen dann auf 338 000 Einwohner. Dass Prognosen für einen Zeitraum von zehn Jahren erheblich variieren können, zeigt eine andere Zahl: 332 588. So viel Einwohner prognostiziert das Land NRW für Münster im Jahr 2025. Gegenüber der Zahl, mit der die Stadt Münster selbst arbeitet, ergibt sich ein Unterschied von insgesamt 10 980 Menschen.

In einem Bericht an den Rat hält die Stadtverwaltung die „eigene“ Zahl für besonders aussagekräftig, weil besonders viele Faktoren berücksichtigt worden seien. So verweist der Bericht „auf ein durchschnittliches jährliches Bevölkerungswachstum von circa 1600 Einwohnern, was in den letzten Jahren – getrieben durch Wissenschaft und Wirtschaft – auch ohne außergewöhnlich hohe Flüchtlingszuzüge erreicht wurde“. 

Interessant ist, dass die Bevölkerungsentwicklung in den verschiedenen Stadtteilen auch verschieden ausfallen wird. Gremmendorf und Gievenbeck werden wegen der geplanten neuen Kasernen-Quartiere stark wachsen. Dem gegenüber machen die Statistiker aber auch Quartiere mit vermutlich schrumpfender Bevölkerung aus. Es sind Nienberge, Hiltrup-Ost, das Josefs-Viertel, das Kreuzviertel und das Areal um den Hansaplatz.

Quelle: Westfälische Nachrichten
Autor: Klaus Baumeister

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