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Es wird höher – und es wird dichter

Stadt stellt die Weichen für neue Wohnquartiere

Die Wohnbebauung an der Mühlhauser Straße weist eine Dicht auf, die künftig zum Standard werden dürfte. Foto: ohw

-Klaus Baumeister- Münster - Es gibt sie noch, die Neubaugebiete, in denen die Hauseigentümer auf eigenem Grund und Boden das frei stehende Eigenheim umrunden können. Doch in den Schubladen der münsterischen Stadtverwaltung liegen längst die Pläne für die Baugebiete der Zukunft.
Die Trends sind dabei unübersehbar: Der Anteil der Mehrfamilienhäuser wird deutlich steigen, überdies geht es immer mehr in die Höhe.

In Ratskreisen sowie im Stadtplanungsamt wird derzeit über eine Zahl gebrütet, die für klassische Neubaugebiete als Kennziffer für die „Wohndichte“ herhalten soll. Sie dürfte bei rund 55 liegen, das heißt 55 Wohnungen auf einem Hektar. Im verdichteten Innenstadtlagen sind es natürlich weitaus mehr.
Dem neuen Wohndichte­ideal entsprechen unter den in der jüngeren Vergangenheit entstandenen Quartiere, zu einen die Siedlung auf dem alten Kasernenareal an der Prins-Claus-Straße nahe der Grevener Straße, zum anderen das Neubaugebiet auf dem Gelände der alten Gärtnerei Niederbeckmann (Mühlhäuser Straße nahe der Wolbecker Straße).
Nach Auskunft des Leiters des Stadtplanungsamtes, Christian Schowe, werden auch künftige Wohnquartiere Bezug nehmen auf die umgebende Bebauung und die Lage. Tendenziell werden aber neue Quartiere „dichter“ als vergleichbare Quartiere aus früherer Zeit. Das wurde auch deutlich, als vor einiger Zeit im Planungsausschuss über ein Neubaugebiet auf dem alten Lancier-Gelände in Wolbeck diskutiert wurde. Auf die Frage der SPD, warum nur so wenige Wohnungen entstehen (die geplante Dichte liebt bei 25 bis 30 Wohneinheiten je Hektar), wies die Stadtverwaltung auf den langen Vorlauf hin. „Heute würden wir ganz anders planen“, hieß es.

Quelle: Westfälische Nachrichten
Autor: Klaus Baumeister

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