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Ein Erfolgsmodell

Baugebiet „An der Hauptschule“: Sparkasse hat 19 Grundstücke verkauft

Freuen sich über die erfolgreiche Vermarktung der Baugrundstücke im Baugebiet „An der Hauptschule“: Bürgermeister Axel Linke, Peter Scholz, Vorstand der Sparkasse Münsterland Ost (vorne, v. l.), Achim Friedrich, Geschäftsführer der Immobilien GmbH der Sparkasse Münsterland Ost, Tobias Weber, Immobilienwirt der Sparkasse Münsterland Ost, und Baudirektor Peter Pesch (hinten, v. l.). Foto: Joke Brocker

-Joke Brocker- FRECKENHORST. Als „Erfolgsmodell“ betrachtet Bürgermeister Axel Linke die Kooperation mit der Sparkassen Immobilien GmbH in Sachen Vermarktung der Grundstücke im Baugebiet „An der Hauptschule“. In nur sechs Monaten waren die 19 städtischen Grundstücke zum Preis von 175 Euro pro Quadratmeter an den Mann gebracht worden. „Die Vermarktungszeit war sehr gut“, lobt auch Sparkassen-Vorstand Peter Scholz die effektive Zusammenarbeit von Immobilien GmbH und Stadt. Nachdem die Vermarktung der Grundstücke zunächst äußerst schleppend gelaufen war, hatte die Verwaltung die Reißleine gezogen und im September vergangenen Jahres die Sparkasse mit ins Boot genommen. Denn anders als die Planung von Baugebieten gehöre deren Vermarktung nicht zu den Kernkompetenzen einer Stadtverwaltung, rechtfertigt der Verwaltungschef diesen Schritt.

Peter Scholz: »Die Vermarktungszeit war sehr gut.«

 

Maßgeblichen Anteil am schnellen Verkaufserfolg hat Tobias Weber. Der Immobilienberater ist ortskundig und konnte bei einer Info- Veranstaltung im Oktober im Gasthof Dühlmann, die vonmehr als 100 Interessierten besucht wurde, allerlei Gerüchte und Missverständnisse aus der Welt schaffen. So waren Bauwillige abgesprungen, weil sie Sorge hatten, in der damals noch geplanten Klimaschutzsiedlung nicht vor ihren Häusern parken zu dürfen. Auch eine sogenannte Baufibel hatte für Irritationen bei potenziellen Häuslebauern gesorgt. Dass diese lediglich empfehlenden Charakter haben sollte, war offenbar nicht eindeutig kommuniziert worden. Viele betrachteten das Kompendium daher als eine Art Zwangsjacke. Weber, der auf eine „gläserne Kommunikation“ setzte, hatte also eine gehörige Portion Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Und war erfolgreich: Das erste Grundstück wurde im Dezember 2016 verkauft. Am Bauplan sei nichts geändert worden, stellte Baudirektor Peter Pesch unter Hinweis auf den neu gesteckten Verkaufsrahmen klar. So waren potenzielle Bauherren nicht mehr gezwungen, ein Drei-Liter-Haus zu bauen. Mit der Energiesparverordnung 2016 sei man inzwischen ohnehin nah dran an den energetischen Anforderungen eines Drei-Liter- Hauses.

Tobias Weber: »Es gibt zum Teil immer noch Anfragen Bauwilliger.«

Für Warendorf war die Kooperation mit der Sparkassen Immobilien GmbH bei der Grundstücksvermarktung eine Premiere. Doch auch andernorts sei man damit gut gefahren, verweist Achim Friedrich, Geschäftsführer der Immobilien GmbH, auf vergleichbare Kooperationen zwischen Sparkasse und den Stadtverwaltungen in Sendenhorst, Telgte und Everswinkel. „Es gibt zum Teil immer noch Anfragen Bauwilliger“, sagt Tobias Weber. Doch im Baugebiet „An der Hauptschule“ sind derzeit nur noch sieben Erbpacht- Grundstücke zu bekommen, die sich im Besitz der Kirchengemeinde St. Bonifatius und St. Lambertus befinden. Verkäufe solcher Grundstücke gestalteten sich momentan schwierig, erläutert Achim Friedrichs. Zurückzuführen sei das auf die anhaltende Niedrigzinsphase. In Zeiten wie diesen sei es für Häuslbauer interessanter, Grundstücke zu kaufen.

Quelle: WN Warendorf

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